Festival

Workshops

 

Hier findest du die Beschreibung unserer 8 Workshops, die alle eine Ebene des Themas Gewalt(-losigkeit) aus unterschiedlicher Sicht beleuchten:

  1. Non- Violent Communication
  2. Presentation of Violence in the Media
  3. Does Punishment Make Better Students? - Violence and Education
  4. The Part of the Victim ? helping others and defending yourself
  5. Resistance ? Actio et Reactio?
  6. How to found a shelter for battered women
  7. Violence in Ressource Conflicts
  8. Violence in Interreligious Conflicts

 

Non- Violent Communication

 

 

Das Ziel unseres Workshops ist es, Gewalt auf der kommunikativen Ebene zu reflektieren und die Methoden der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg zu vermitteln und zu üben.


Gewaltfreie Kommunikation ist ein Weg um zu lernen, effektiv aus unserem inneren Quell der Empathie zu schöpfen. Es ist eine Sprache der Gefühle und Bedürfnisse, die uns hilft zu einem einfühlsamen Kontakt mit uns selbst und mit anderen Menschen zu finden. Es ist auch eine Haltung, die uns erlaubt hinter ein "Nein!" zu blicken und bei der anderen Person Gefühle und Bedürfnisse zu finden, anstatt ihn oder sie als renitent oder egoistisch zu verurteilen. Wir werden in diesem Workshop die empathischen Elemente der Sprache (wieder)entdecken. Dieser empathische Kontakt ist die Basis auf der Konflikte gewaltfrei gelöst werden können. Darüber hinaus werden wir nicht-empathische Elemente in der Kommunikation identifizieren, die leicht in Gewalt ausarten können. Gegen sich selbst oder gegen andere Menschen.


Zusätzlich zur GFK wird Konsensfindung ein wichtiges Thema in unserem Workshop sein. Diese Methode ergänzt die GFK, die vor allem ein Prozess zwischen zwei Personen ist, um eine gewaltfreie Entscheidungsfindung in Gruppen.


Natürlich wird es auch eine Menge Platz für individuelle Gewalterfahrungen innerhalb von Sprache und Kommunikation geben.


Teamer: Justus, Phillip und Rike


 

 

Presentation of Violence in the Media

Medien sind Verwalter von Informationen. Mit den von ihnen veröffentlichten Themen beeinflussen sie, was in der Gesellschaft Erwähnung findet und formen so die öffentliche Meinung. Dies spiegelt sich auch im mittlerweile alltäglichen Umgang mit Gewalt im In- und Ausland wider. ?Wie endet der Krieg in Afghanistan?? ?Massaker mit 49 Toten in Mexiko? ? Schlagzeilen wie diese bestimmen das Bild der Medien. Doch Journalisten sind hier bereits mehr als Chronisten. Der mediale Umgang mit Gewalt ist ein Ausdruck, ob und inwieweit sie in der Gesellschaft akzeptiert ist. Durch die Art, wie Medien über Vorfälle berichten, haben sie Einfluss darauf, wie die Adressaten das Geschehen weltweit bewerten ? und können ihnen so auch eine bestimmte Meinung aufdrängen. Der Workshop wird sich daher mit zwei Fragen näher auseinandersetzen. Zum einen, wie manifestiert sich Gewalt in den Medien, wie wird sie dargestellt und wie wird mit ihr umgegangen. Zum anderen wollen wir einen Blick auf die Methoden und Mechanismen werfen, mit denen Medien öffentliche Diskurse konstruieren und lenken. Inwieweit werden Medien dabei nicht nur zu Zeugen, sondern auch zu Exekutiven von Gewalt?

Teamer: Johannes und Ole

 

Does Caning Make Better Students? - Violence and Education

 

Einer aktuellen Forsa-Umfrage (10. - 14. November 2011) zufolge, wenden 4 von 10 Elternteilen in Deutschland noch immer körperliche Disziplinierungsmaßnahmen wie den "Klaps auf den Po" an. Und das trotz der Tatsache, dass seit dem Jahr 2000 physische Gewalt in der Erziehung verboten ist.

Zum Vergleich, in Schweden wurde solch' ein Gesetz schon 1979 etabliert und eine jüngere Umfrage besagt, dass in Schweden nur 14 Prozent körperliche Züchtigung in der Erziehung jemals angewendet haben. Nichtsdestotrotz gibt es in der EU immer noch Länder wie Frankreich, die kein generelles Verbot von Gewalt in der Erziehung aussprechen wollen.

Dieser Workshop möchte die Möglichkeit zu einem Dialog zwischen Menschen aus den verschiedensten Teilen der Welt bieten. Wir werden versuchen unseren Blick und unsere Sinne auf Gewalt in Erziehung zu richten. Ab welchem Punkt sprechen wir von Gewalt? Wo passiert Gewalt in der Erziehung? Wem widerfährt Gewalt? Warum wird Gewalt angewendet? Wir werden uns darüber hinaus auch mit Präventions- und Interventionsmaßnahmen auseinandersetzen.

Der Schwerpunkt wird auf auf Gewalt in der Erziehung in und um Schule liegen, da häusliche Gewalt gegen Kinder nur schwer fassbar ist.

Wir möchten einen Weg finden diese Thematik in einer kreativen Art und Weise zu bearbeiten, auch um diese in die Köpfe und das Bewusstsein anderer Menschen zu befördern.

Teamer: Jan und Franziska

The Part of the Victim ? helping others and defending yourself

Im Workshop ?The Part of the Victim? Helping Others and Defending Yourself? sollen verschiedene Opferrollen untersucht werden, unter Berücksichtigung sowohl physischer als auch psychischer Gewalt und in Differenzierung zwischen einzelnen Opfern und ganzen Opfergruppen. Ein Deeskalationstraining durch einen erfahrenen Polizisten bildet den Einstieg in die Gewaltprävention. Gemeinsam wollen wir erarbeiten, warum Menschen überhaupt zu Opfern werden, und wie man sich selbst davor bewahren und anderen helfen kann. Mit kleinen Rollenspielen sollen die Teilnehmer ein Gefühl dafür entwickeln, wie leicht es auch im Alltag zu Viktimisierung kommen kann und welche Rolle das eigene Verhalten dabei spielt. Einer der weiteren Schwerpunkte des Workshops wird der sozialpsychologische Hintergrund von häuslicher Gewalt sein. Außerdem wollen wir uns auch mit verschiedenen Aspekten der Opferhilfe beschäftigen: Was passiert mit Opfern von Gewalt? Wie sieht es aus mit psychologischer und mit rechtlicher Hilfe? Und was muss man beachten, damit die Hilfe überhaupt effektiv sein kann? Ziel unseres Workshops ist es, die Teilnehmer zum einen für die Thematik allgemein zu sensibilisieren und die zugrundeliegenden Mechanismen zu vermitteln, um ihnen andererseits praktische und alltagsrelevante Mittel an die Hand zu geben, mit denen sie Viktimisierung verhindern und vermindern können.

Teamer: Donata und Marie

 

 

Resistance ? Actio et Reactio?

Widerstand gegen staatlich Unterdrückung durch staatliche Repressionen ist in vielen Ländern dieser Erde ein wichtiges und aktuelles Thema. Aber warum leisten Menschen Widerstand? Was ist iher Motivation? And wie leisten sie Widerstand? Wo liegt der Startpunkt für Widerstand ? Dies sind einige der Fragen, denen wir uns im Rahmen unseres Workshopes widmen wollen. Hierfür werden wir uns mit verschieden Formen des Widerstandes, wie zum Beispiel aktiver und passiver, bewaffneter und gewaltloser Widerstand, beschäftigen. Im Zusamenhang mit dem Festivalthema wollen wir alternative und kreative Formen gewaltlosen Widerstandes entwickeln.

Teamer: Antonia, Katharina, Hans- Henning, Jim

 

How to found a shelter for battered women

Gewalt gegen unterdrückte Gesellschaftsschichten spielt in vielen Kulturen immer noch eine große Rolle. Gerade die Diskriminierung und Unterdrückung von Frauen ist nach wie vor auf allen Kontinenten alltägliche Realität. Frauenhäuser bieten akut von Gewalt betroffenen Frauen Schutz, sind manchmal die letzte Zuflucht und bieten die Chance auf einen Neuanfang. Dieser sehr praktisch orientierte Workshop soll einerseits den Status und die Entwicklung von Frauenhäuser weltweit darstellen und sich mit dem Prinzip und dem Ziel von Frauenhäusern auseinandersetzen. Mit der professionellen Unterstützung von Menschen, die in Greifswald und anderen Ländern in Frauenhäusern arbeiten, soll ein Leitfaden für die Gründung eines Frauenhauses unter verschiedenen Gegebenheiten entwickelt werden. So werden die Teilnehmenden praktisch dazu befähigt in ihrem Land die ersten Schritte zur Gründung eines Frauenhauses zu unternehmen und damit der Gewalt gegen Frauen Einhalt bieten zu können.

 

 

Violence in Resource Conflicts

Wirtschaftliche Ressourcenkonflikte waren schon immer Ursprung und Grund gewaltsamer Auseinandersetzungen. Auch werden Ressourcen oft genutzt, um gewaltsame Konflikte zu unterstützen und zu finanzieren. Die Mechanismen der Ressourcenausbeutung sind in vielen Ländern der Ursprung für die dort herrschende Armut in großen Teilen der Bevölkerung. Kann man in dieser Armut einen wichtigen Auslöser für Gewalt sehen? In diesem Workshop sollen unterschiedliche Konflikte um Rohstoffe beleuchtet werden und anhand von Beispielen Wege aus der Armut und aus der Gewalt gesucht werden. Mithilfe eines Planspiels sollen Ressourcenkonflikte, die oft aus Verteilungsungleichheiten resultieren, dargestellt werden, um die Schwierigkeiten aber auch die Möglichkeiten in derartigen Konflikten zu erkennen. Dieses Planspiel kann zusätzlich als Film dokumentiert werden, um die Ergebnisse so einer größeren Gruppe sowohl während des Festivals als auch darüber hinaus an den jeweiligen Hochschulen zugänglich zu machen.

Teamer: Kirsten, Renée, Andy, Laura

 

 

Violence in Interreligious Conflicts

Religionen haben seit Jahrtausenden das Leben vieler Menschen beeinflusst und genauso lange tragen Religionen zu Konflikten bei.

Der Workshop soll die Möglichkeit bieten sich mit der eigenen Religion und mit religiöser oder spiritueller Identität zu beschäftigen. Die Workshopteilnehmer sind gebeten, sogar aufgefordert Fragen zu stellen, zu ihrer eigenen und natürlich auch zu anderen Religionen.

Dafür ist es uns zunächst ein Anliegen, zu fragen und in Ansätzen zu erklären, wie unser Denken funktioniert, wie wir Klischees nutzen und Menschen kategorisieren, aber auch, wie viele Facetten die Persönlichkeit jedes Einzelnen aufweist.

Dem Konfliktthema versuchen wir analytisch zu begegnen, wir versuchen die Begriffe ?Motiv? und ?Standpunkt?, sowie die ?Stufen der Eskalation? zu verstehen und zu nutzen.

Unser Wunsch ist es eine Atmosphäre zu schaffen, in der die eigene Identität neu erfahrbar ist, Begegnungen möglich sind und letztendlich die Vielfalt der Religionen als Bereicherung erlebbar wird.

Teamer: Klara, Georg und Katharina

 

 

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