Festival

Non- Violent Communication

In diesem Workshop sollen neben der Auseinandersetzung mit Gewalt auf der Kommunikationsebene die Werkzeuge der gewaltfreien Kommunikation erklärt und vermittelt werden. Dabei ist der interkulturelle Austausch sehr wichtig, da Gewalt in unterschiedlicher Weise ausgedrückt und verstanden werden kann. Im Verlauf des Workshops soll ein Booklet erarbeitet werden, in dem die erlernten Kenntnisse niedergeschrieben werden. So können die Teilnehmenden diese neuen Fähigkeiten in ihren Alltag, ins Studium und auch in die Festivalwoche mitnehmen. Auch können sie so das Erarbeitete an ihrer heimischen Hochschule verbreiten und die Ideen der gewaltfreien Kommunikation weitertragen.


Presentation of Violence in the Media

Gerade durch die Darstellung in den Medien ist Gewalt allgegenwärtig. Dabei existieren große regionale und kulturelle Unterschiede in der Gewaltdarstellung, die eine unterschwellige Beeinflussung mit sich bringen können und damit unterschiedliche Wahrnehmungen von Gewalt in Stärke, Grausamkeit und Intensität. Dieser Workshop soll die Faszination von medialer Gewalt thematisieren und versuchen Gründe dafür zu erarbeiten. Auch soll sich mit dem Problem der Abstumpfung gegenüber Gewaltdarstellungen beschäftigt werden. Die Realität von Gewalt in Quantität und Qualität wird mit der medialen Darstellung verglichen und die Konsequenzen der vorhandenen Differenzen werden herausgearbeitet. Für diesen Workshop sollen vor allem Studierende aus dem Journalismusbereich und der studentischen Medien gewonnen werden, damit nicht nur die Konsumenten sondern gerade die Produzenten verschiedenster Medien zusammenkommen. Das Ziel soll sein, Wege für eine bewusste und verantwortungsvolle Medienkultur zu finden und ein Netzwerk zu entwickeln, um auch nach dem Festival international in Verbindung zu bleiben. Die studentischen Medien der Universität Greifswald sollen bei der Entwicklung und Durchführung dieses Workshops mit eingebunden werden.

Does Caning Make Better Students? - Violence and Education

Bestrafung galt lange als eine legitime Maßnahme zur Erziehung und gilt es teilweise heute noch immer. ?Schmerz als der kürzeste Weg zum Gehirn? gilt vielen als effektive Lernmethode. Gewalt in der Erziehung kann auf der einen Seite Erziehung mit Gewalt, aber auch auf der anderen Seite die Erziehung zur Gewalt bedeuten, so dass sich das Konzept derartiger Erziehungsmethoden durch die Generationen fortpflanzt. Der Workshop versucht zu erarbeiten, wie dieser Teufelskreis der Weitergabe von Gewalt durchbrochen werden kann. Dabei bezieht sich der Gewaltbegriff nicht nur auf den Bereich der physischen Gewalt, sondern auch auf verbale Gewalt. Welche Konsequenzen hat Gewalt auf den Einzelnen beim Lernen? Sind Disziplin und Tadel auch schon Formen von Gewalt? Wie wirkt sich Angst auf den Lernenden aus? Die Auseinandersetzung mit Gewalt in der Erziehung soll sich nicht nur auf Schule und den häuslichen Bereich beschränken, sondern auch Ausbildung und Arbeitswelt in den Fokus nehmen. Für die studentischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer steht dabei vor allem der Aspekt der Gewalt in der Hochschulbildung sowie der pädagogischen Ausbildung im Vordergrund. Dabei soll eine schauspielerische Darstellung in Form von Theater helfen unterschiedliche Formen von Gewalt zu verstehen und sich zu sensibilisieren. Unter Einbeziehung von Lehramtsstudierenden als zukünftigen Erziehungsverantwortlichen sollen Konzepte für eine gewaltfreie Erziehung diskutiert und erarbeitet werden.

The Part of the Victim ? helping others and defending yourself

Wo bleiben nach gewalttätigen Auseinandersetzungen eigentlich die Opfer? Was bedeutet der Begriff ?Opfer?? Wie wird man Opfer von Gewalt und gibt es gesellschaftliche Gruppen, die verstärkt in diese Opferrolle gedrängt werden? Welche Arten von Gewalt sind es, die vermehrt Opfer hinter sich lassen? Wie kann man Opfern von Gewalt gegenübertreten, ihnen beistehen und helfen? Der Workshop soll sich auf der einen Seite mit der Aufarbeitung erlebter Gewalt auseinandersetzen, auf der anderen Seite soll die Vermeidung von Opfern thematisiert werden. Wie kann man sich selbst und andere vor verbaler und physischer Gewalt schützen? Es sollen Verteidigungsmechanismen erarbeitet und erlernt werden und Deeskalationsstrategien zur Prävention von Gewaltausschreitungen auf verschiedenen Ebenen diskutiert werden.


Resistance ? Actio et Reactio?

Gerade aufgrund der aktuellen Ereignisse in den arabischen Ländern ist ein Workshop zum Widerstand geplant. Widerstand gegen Unterdrückung durch staatliche Repression in totalitären Diktaturen oder anderen Staatsformen ist in vielen Ländern ein allgegenwärtiges Thema. Hochschulen sind in vielen Kulturen Ausgangspunkt systemkritischer Protestkultur. Deshalb sollen unterschiedliche Widerstandsformen wie aktiver und passiver, bewaffneter und gewaltfreier Widerstand beleuchtet und diskutiert werden. Die Legitimation von staatlicher Gewalt und dessen Ausmaß soll hinterfragt werden und somit auch die Frage gestellt werden, ob man Gewalt mit Gegengewalt begegnen darf. Gibt es Situationen, in denen Gewalt als Widerstandsform legitim ist? Wann und wo ist Widerstand nicht mehr gewaltfrei und aus welchen Gründen? Diese zentralen Fragen sollen mit den internationalen Studierenden diskutiert werden. Dabei sollen alternative Wege aufgezeigt werden und neue Formen kreativen gewaltfreien Protests entwickelt werden.Um die Beschäftigung mit dem Thema auch in Greifswald präsent zu machen und im Stadtbild zu verankern, ist es geplant ein Mahnmal oder Banner anzufertigen, das zum Nachdenken über gewaltfreien Widerstand weltweit anregt.


How to found a shelter for battered women

Gewalt gegen unterdrückte Gesellschaftsschichten spielt in vielen Kulturen immer noch eine große Rolle. Gerade die Diskriminierung und Unterdrückung von Frauen ist nach wie vor auf allen Kontinenten alltägliche Realität. Frauenhäuser bieten akut von Gewalt betroffenen Frauen Schutz, sind manchmal die letzte Zuflucht und bieten die Chance auf einen Neuanfang. Dieser sehr praktisch orientierte Workshop soll einerseits den Status und die Entwicklung von Frauenhäuser weltweit darstellen und sich mit dem Prinzip und dem Ziel von Frauenhäusern auseinandersetzen. Mit der professionellen Unterstützung von Menschen, die in Greifswald und anderen Ländern in Frauenhäusern arbeiten, soll ein Leitfaden für die Gründung eines Frauenhauses unter verschiedenen Gegebenheiten entwickelt werden. So werden die Teilnehmenden praktisch dazu befähigt in ihrem Land die ersten Schritte zur Gründung eines Frauenhauses zu unternehmen und damit der Gewalt gegen Frauen Einhalt bieten zu können.


Violence in Resource Conflicts

Wirtschaftliche Ressourcenkonflikte waren schon immer Ursprung und Grund gewaltsamer Auseinandersetzungen. Auch werden Ressourcen oft genutzt, um gewaltsame Konflikte zu unterstützen und zu finanzieren. Die Mechanismen der Ressourcenausbeutung sind in vielen Ländern der Ursprung für die dort herrschende Armut in großen Teilen der Bevölkerung. Kann man in dieser Armut einen wichtigen Auslöser für Gewalt sehen? In diesem Workshop sollen unterschiedliche Konflikte um Rohstoffe beleuchtet werden und anhand von Beispielen Wege aus der Armut und aus der Gewalt gesucht werden. Mithilfe eines Planspiels sollen Ressourcenkonflikte, die oft aus Verteilungsungleichheiten resultieren, dargestellt werden, um die Schwierigkeiten aber auch die Möglichkeiten in derartigen Konflikten zu erkennen. Dieses Planspiel kann zusätzlich als Film dokumentiert werden, um die Ergebnisse so einer größeren Gruppe sowohl während des Festivals als auch darüber hinaus an den jeweiligen Hochschulen zugänglich zu machen.


Violence in Interreligious Conflicts

Religionen werden oft als Ursache gewaltsamer Konflikte dargestellt. Hier sollen die Ursachen hinterfragt werden: Wo liegen die Gründe und die Begründungen für derartige Konflikte? Welche Rolle spielten sie schon in der Geschichte und welche Vorurteile werden über Generationen weitergegeben? Auch soll die Macht und die Beeinflussung durch Religionsführer dargestellt und hinterfragt werden. Für diesen Workshop sollen Teilnehmende zweier konkreter Konfliktparteien ganz gezielt geworben und zusammengeführt werden. Mit einem geschulten Konfliktmanager sollen Probleme und deren Lösungen erarbeitet werden. Durch die direkte Konfrontation sollen die Teilnehmenden die Möglichkeit haben auf neutralem Boden über Gründe, Vorurteile und Ängste der beteiligten Gruppen zu reden. So kann zur Versöhnung beigetragen werden, um neue Wege aus der Gewalt zu ebnen.

GrIStuF Aktuell

 

22.02. Mittwochssitzung

20.00 Uhr - Komm vorbei wenn du schon immer mal wissen wolltest wie es hinter den Kulissen des Greifswalder Studierenden Festivals aussieht.

29.02. Mittwochssitzung

20.00 Uhr - Komm vorbei wenn du schon immer mal wissen wolltest wie es hinter den Kulissen des Greifswalder Studierenden Festivals aussieht.

07.03. Mittwochssitzung

20.00 Uhr - Komm vorbei wenn du schon immer mal wissen wolltest wie es hinter den Kulissen des Greifswalder Studierenden Festivals aussieht.

 

 

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