Beyond Borders - Where are your Limits?

das ist der Titel für unser nächstes, grenzenloses GrIStuF 2018

 

Unsere Welt ist voller Grenzen. Wo auch immer wir uns gerade befinden und in welcher Lebenssituation wir sind, tagtäglich begegnen uns in den verschiedensten Bereichen Grenzen, die sich in unterschiedlicher Form und Gestalt zeigen können.
Zunächst einmal sind Grenzen nur schwarze Striche auf buntem Papier, doch wenn man näher hinschaut, kann man viele unterschiedliche Arten von Grenzen entdecken: eigene, offene, unsichtbare, moralische und noch so viele mehr - eine Welt ohne Grenzen ist kaum vorstellbar. In einer globalisierten Welt sind Grenzen ein wichtiges und vieldiskutiertes Thema. Während sich viele Menschen der Welt öffnen und versuchen Grenzen auszuradieren, werden in manchen Teilen der Welt neue Grenzen in Form von Zäunen und Mauern gebaut.    


Wir, der GrIStuF e.V., betrachten Grenzen als elementaren Bestandteil unseres Lebens und widmen somit das neunte Greifswald International Students Festival dem Thema: „Beyond Borders - Where are your Limits?".

Eine Woche lang werden in Greifswald etwa 150 Studierende aus aller Welt zusammenkommen, um sich auf unterschiedlichste Art und Weise mit den Grenzen dieser Welt und ihren eigenen zu beschäftigen.     

Afghanistan, Bhutan, Indien, Kasachstan, Myanmar, Kirgistan, Laos, Mongolei, Nepal, Nordkorea, Pakistan, Russland, Tadschikistan und Vietnam – all dies sind die Nachbarländer von China, welches mit 14 angrenzenden Ländern, das Land mit den meisten Grenzen ist. Ein Blick auf die Weltkarte zeigt schnell, dass unsere Welt zerteilt ist in kleine bunte Flecken. Verschiedene Länder mit verschiedenen Kulturen, Bräuchen, Sprachen und Menschen. Doch sie alle haben etwas gemeinsam, sie alle haben eine Grenze. Was jedoch bedeutet diese Grenze? Passt sie überhaupt? Sind nicht auch ganze Kulturkreise durch willkürlich gezogene Grenzen voneinander getrennt? Was bedeutet eine Grenze für jeden einzelnen von uns? Was bedeutet sie für einen Europäer, der gerade ein Erasmus-Semester macht? Was bedeutet sie für einen Iraner und was für eine Australierin?    

?Es gibt aber auch politische und ökonomische Grenzen, die wir auf einer Landkarte nicht direkt sehen können. Europa als „grenzenloser“ Staatenverbund, in dem es möglich ist ohne Kontrollen zu Reisen und unter besonderen Bedingungen Handel zu betreiben, weitere Handelsabkommen, sowie die Meere, die vor allem aus umweltpolitischer Sicht ein spannendes Thema bieten, sind nur einige davon. Schaut man auf diese klar sichtbaren und weniger sichtbaren Grenzen, schaut man gleichzeitig auf die Geschichte. Die Geschichte von Grenzen ist menschengemacht, sie ist die Geschichte von Kriegen und Friedensverträgen, von Kolonialismus und Handel, von Seefahrt und Entdeckungen.

Doch nicht nur Länder haben Grenzen, auch bei Menschen finden wir sie in vielen verschiedenen Facetten. Es gibt die eigene Grenze, die ein jeder von uns hat. Durch sie grenzen wir uns ab und schließen uns schützend ein. Die Grenze in unseren Köpfen bestimmt, zu was wir uns fähig und mit was wir uns wohl fühlen. Sie diktiert, was über unserem Vorstellungsvermögen liegt und durch welche moralischen und ethischen Grundsätze wir Grenzen überschreiten oder Menschen verurteilen, die über die von uns gesetzten, Grenzen hinausgehen. Die Grenze zwischen Menschen bestimmt auch unseren Umgang miteinander und mit welchen Menschen wir eine Bindung eingehen. Grenzen zwischen Menschen sind nicht aus Steinen oder Stacheldraht gebaut, sondern aus Respekt. Treffen wir auf Menschen aus anderen Kulturen sprechen diese oft eine andere Sprache:  eine Grenze, die es zu überwinden gilt. Aber auch mit einer gemeinsamen Sprache gibt es zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen Grenzen, die überwunden werden sollten, wenn wir uns wirklich verstehen wollen. Sowohl in kulturellen, als auch in religiösen Fragen, gilt es Gemeinsamkeiten zu finden und Unterschiede zu diskutieren und somit die Grenzen zwischen Menschen verschwimmen zu lassen. 

Pressemitteilung

"Wo sind deine Grenzen?" - GrIStuF e.V. organisiert Festival 2018

Samoa, Schweden, Senegal - auch 2018 werden TeilnehmerInnen aus allen Ecken dieser Welt zum Greifswald International Students Festival zusammenkommen und unsere Stadt bunter machen. Die Mitglieder des GrIStuF e.V. haben bei einem Planungswochenende im April ganz bewusst diese Entscheidung getroffen die Tradition des 2-jährlichen Festivals fortzuführen. Nach einem inspirierenden Auswahlprozess sind wir froh das Thema des nächsten Festivals bekanntgeben zu können.

Während des GrIStuF 2018 wird sich alles um das Thema "Wo sind deine Grenzen?" drehen. 32 Jahre nachdem in Schengen die EU-Binnengrenzen gefallen sind, ist das Thema so viel diskutiert wie kaum zuvor. Doch wo ziehen auch wir persönlich unsere Trennlinien? Wir möchten uns dem Thema aus möglichst vielen Blickwinkeln nähern: gesellschaftlich, politisch, ökonomisch, ökologisch, aber z.B. auch praktisch und künstlerisch. Der Zeitrahmen für das mittlerweile neunten Greifswald International Students Festival ist vom 15. - 23. Juni 2018.

Wir haben sehr viele Ideen und freuen uns schon sehr auf die bevorstehende Projektplanung. Wir sind aber auch über neue Mitwirkende dankbar und freuen uns auf konstruktive Bereicherungen! Gerade der Beginn der Planung für ein GrIStuF ist der ideale Zeitpunkt um den Verein und seine Projekte kennenzulernen.

Am Mittwoch den 10.05.2017 um 19.00 Uhr findet deshalb eine Sitzung zum Kennenlernen im Café Koeppen in Greifswald statt. Dort wollen wir allen Interessierten den Verein und mögliche Ideen zur Mitwirkung vorstellen. Zwischen der thematischen Ausarbeitung des Festivals, der Organisation des kulturellen Rahmenprogramms, dem Ausfüllen von Finanzanträgen, Pressearbeit und der Betreuung des internationalen Teilnehmer sind ganz unterschiedliche und vielfältige Fähigkeiten gefragt. Es ist für jeden was dabei!

Wir laden alle Greifswalderinnen und Greifswalder herzlich ein, sich mit ihren Ideen an der Planung des Greifswald International Students Festival zu beteiligen. Das Team des GrIStuF e.V. trifft sich immer mittwochs um 20 Uhr im gemütlichen Büro in der Bahnhofstraße 44/45. Auch dort sind alle Interessierten jederzeit willkommen. Für Fragen sind wir per Mail aber auch bei Facebook erreichbar.

Kontakt: info@gristuf.org / Facebook