Beyond Borders - Where are Your Limits?

das ist der Titel für unser nächstes, grenzenloses GrIStuF 2018

Unsere Welt ist voller Grenzen. Wo auch immer wir uns gerade befinden und in welcher Lebenssituation wir sind, tagtäglich begegnen uns in den verschiedensten Bereichen Grenzen, die sich in unterschiedlicher Form und Gestalt zeigen können.

Zunächst einmal sind Grenzen nur schwarze Striche auf buntem Papier, doch wenn man näher hinschaut, kann man viele unterschiedliche Arten von Grenzen entdecken: eigene, offene, unsichtbare, moralische und noch so viele mehr - eine Welt ohne Grenzen ist kaum vorstellbar. In einer globalisierten Welt sind Grenzen ein wichtiges und vieldiskutiertes Thema. Während sich viele Menschen der Welt öffnen und versuchen Grenzen auszuradieren, werden in manchen Teilen der Welt neue Grenzen in Form von Zäunen und Mauern gebaut.    


Wir, der GrIStuF e.V., betrachten Grenzen als elementaren Bestandteil unseres Lebens und widmen somit das neunte Greifswald International Students Festival dem Thema: „Beyond Borders - Where are your Limits?".

Eine Woche lang werden in Greifswald etwa 150 Studierende aus aller Welt zusammenkommen, um sich auf unterschiedlichste Art und Weise mit den Grenzen dieser Welt und ihren eigenen zu beschäftigen.     

Afghanistan, Bhutan, Indien, Kasachstan, Myanmar, Kirgistan, Laos, Mongolei, Nepal, Nordkorea, Pakistan, Russland, Tadschikistan und Vietnam – all dies sind die Nachbarländer von China, welches mit 14 angrenzenden Ländern, das Land mit den meisten Grenzen ist. Ein Blick auf die Weltkarte zeigt schnell, dass unsere Welt zerteilt ist in kleine bunte Flecken. Verschiedene Länder mit verschiedenen Kulturen, Bräuchen, Sprachen und Menschen. Doch sie alle haben etwas gemeinsam, sie alle haben eine Grenze. Was jedoch bedeutet diese Grenze? Passt sie überhaupt? Sind nicht auch ganze Kulturkreise durch willkürlich gezogene Grenzen voneinander getrennt? Was bedeutet eine Grenze für jeden einzelnen von uns? Was bedeutet sie für einen Europäer, der gerade ein Erasmus-Semester macht? Was bedeutet sie für einen Iraner und was für eine Australierin?    

Es gibt aber auch politische und ökonomische Grenzen, die wir auf einer Landkarte nicht direkt sehen können. Europa als „grenzenloser“ Staatenverbund, in dem es möglich ist ohne Kontrollen zu Reisen und unter besonderen Bedingungen Handel zu betreiben, weitere Handelsabkommen, sowie die Meere, die vor allem aus umweltpolitischer Sicht ein spannendes Thema bieten, sind nur einige davon. Schaut man auf diese klar sichtbaren und weniger sichtbaren Grenzen, schaut man gleichzeitig auf die Geschichte. Die Geschichte von Grenzen ist menschengemacht, sie ist die Geschichte von Kriegen und Friedensverträgen, von Kolonialismus und Handel, von Seefahrt und Entdeckungen.

Doch nicht nur Länder haben Grenzen, auch bei Menschen finden wir sie in vielen verschiedenen Facetten. Es gibt die eigene Grenze, die ein jeder von uns hat. Durch sie grenzen wir uns ab und schließen uns schützend ein. Die Grenze in unseren Köpfen bestimmt, zu was wir uns fähig und mit was wir uns wohl fühlen. Sie diktiert, was über unserem Vorstellungsvermögen liegt und durch welche moralischen und ethischen Grundsätze wir Grenzen überschreiten oder Menschen verurteilen, die über die von uns gesetzten, Grenzen hinausgehen. Die Grenze zwischen Menschen bestimmt auch unseren Umgang miteinander und mit welchen Menschen wir eine Bindung eingehen. Grenzen zwischen Menschen sind nicht aus Steinen oder Stacheldraht gebaut, sondern aus Respekt. Treffen wir auf Menschen aus anderen Kulturen sprechen diese oft eine andere Sprache:  eine Grenze, die es zu überwinden gilt. Aber auch mit einer gemeinsamen Sprache gibt es zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen Grenzen, die überwunden werden sollten, wenn wir uns wirklich verstehen wollen. Sowohl in kulturellen, als auch in religiösen Fragen, gilt es Gemeinsamkeiten zu finden und Unterschiede zu diskutieren und somit die Grenzen zwischen Menschen verschwimmen zu lassen. 

Pressemitteilung

"Wo sind deine Grenzen?" - GrIStuF e.V. organisiert Festival 2018

Samoa, Schweden, Senegal - auch 2018 werden TeilnehmerInnen aus allen Ecken dieser Welt zum Greifswald International Students Festival zusammenkommen und unsere Stadt bunter machen. Die Mitglieder des GrIStuF e.V. haben bei einem Planungswochenende im April ganz bewusst diese Entscheidung getroffen die Tradition des 2-jährlichen Festivals fortzuführen. Nach einem inspirierenden Auswahlprozess sind wir froh das Thema des nächsten Festivals bekanntgeben zu können.

Während des GrIStuF 2018 wird sich alles um das Thema "Wo sind deine Grenzen?" drehen. 32 Jahre nachdem in Schengen die EU-Binnengrenzen gefallen sind, ist das Thema so viel diskutiert wie kaum zuvor. Doch wo ziehen auch wir persönlich unsere Trennlinien? Wir möchten uns dem Thema aus möglichst vielen Blickwinkeln nähern: gesellschaftlich, politisch, ökonomisch, ökologisch, aber z.B. auch praktisch und künstlerisch. Der Zeitrahmen für das mittlerweile neunten Greifswald International Students Festival ist vom 15. - 23. Juni 2018.

Wir haben sehr viele Ideen und freuen uns schon sehr auf die bevorstehende Projektplanung. Wir sind aber auch über neue Mitwirkende dankbar und freuen uns auf konstruktive Bereicherungen! Gerade der Beginn der Planung für ein GrIStuF ist der ideale Zeitpunkt um den Verein und seine Projekte kennenzulernen.

Am Mittwoch den 10.05.2017 um 19.00 Uhr findet deshalb eine Sitzung zum Kennenlernen im Café Koeppen in Greifswald statt. Dort wollen wir allen Interessierten den Verein und mögliche Ideen zur Mitwirkung vorstellen. Zwischen der thematischen Ausarbeitung des Festivals, der Organisation des kulturellen Rahmenprogramms, dem Ausfüllen von Finanzanträgen, Pressearbeit und der Betreuung des internationalen Teilnehmer sind ganz unterschiedliche und vielfältige Fähigkeiten gefragt. Es ist für jeden was dabei!

Wir laden alle Greifswalderinnen und Greifswalder herzlich ein, sich mit ihren Ideen an der Planung des Greifswald International Students Festival zu beteiligen. Das Team des GrIStuF e.V. trifft sich immer mittwochs um 20 Uhr im gemütlichen Büro in der Mensa am Schießwall. Auch dort sind alle Interessierten jederzeit willkommen. Für Fragen sind wir per Mail aber auch bei Facebook erreichbar.

Kontakt: info@gristuf.org / Facebook

Manuela Schwesig ist Schirmherrin des GrIStuF 2018

Wir sind stolz, dass die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern unsere Schirmherrin ist

"Liebe Studentinnen und Studenten,

mit Grenzen haben wir alle Erfahrungen. Sie prägen unseren Alltag und können locker, durchlässig, fast unsichtbar sein. Oder starr und nahezu unüberwindbar. Die Generation Ihrer Eltern hat erleben müssen, wie einschneidend eine physische Grenze – in Form einer Mauer – sein kann. Diese Mauer ist inzwischen jedoch länger überwunden, als sie Bestand hatte. Zwar ist bis zur vollständigen Wiederherstellung der Deutschen Einheit noch viel zu tun. Doch wir wissen: Grenzen können verschoben, überwunden, neu gesetzt oder zumindest diskutiert werden.

Ich freue mich sehr, liebe Teilnehmerinnen, Teilnehmer und vor allem liebe ehrenamtliche Organisatoren des nunmehr neunten Greifswald International Students Festivals, dass Sie sich diesem spannenden Thema in all seinen Facetten zuwenden. Beim diesjährigen Festival wollen Sie sich über Grenzen austauschen und Möglichkeiten diskutieren, sie zu überwinden. Natürlich respektvoll und auf Augenhöhe. Rund 150 Studierende aus aller Welt sind dafür nach Greifswald gekommen. Und arbeiten daran, die Welt ein wenig besser zu machen. Zwar werden, während Sie nach Lösungen suchen, anderswo neue Grenzen gezogen. Doch jeder Schritt zu mehr Verständnis ist einer in die richtige Richtung.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern setzen wir uns für das Miteinander verschiedener Kulturen und Religionen ein. Sie können stolz darauf sein, in diesen teils turbulenten Zeiten, für Völkerverständigung zu werben. Ich bin mir sicher, dass sich Ihre wichtige Festivalreihe noch lange fortsetzen wird. Es gibt noch unzählige Themen zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die mit einem neuen, frischen Blick beleuchtet werden können. Und das unabhängig von sozialen, gesellschaftlichen oder länderspezifischen Grenzen. Bewahren Sie sich daher alle Ihre Freiheit, jedes Thema offen und ohne Ressentiments anzusprechen. Und lassen Sie uns gemeinsam für Verständigung in der Gesellschaft und zwischen den Ländern eintreten.


Manuela Schwesig,
Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern"

Thematische Arbeit

Die thematische Arbeit des Festivals wird von der Feierlichen Eröffnung eingeleitet. Die Teilnehmenden und zahlreiche weitere Besucher kommen dabei erstmals zusammen und werden begleitet von künstlerischen Darbietungen auf das Festivalmotto eingestimmt. Um die Ergebnisse der thematischen Arbeit letztlich allen Teilnehmenden und der Greifswalder Bevölkerung vorzustellen sowie Anregung zum weiteren Austausch zu geben, wird es zum Abschluss des Festivals eine öffentliche Präsentation in der Greifswalder Innenstadt geben, bei der die Teilnehmenden auf verschiedene Weise (Bühnenpräsentationen, Plakate, Vorträge und vieles mehr) ihre Ergebnisse präsentieren werden.

Der Gesundheitszustand der Europäischen Union ist ein Dauerthema in der weltweiten Medienlandschaft. 32 Jahre nachdem die innereuropäischen Grenzen in Schengen gefallen schienen, ist das Thema so kontrovers diskutiert wie noch nie. Was sind unsere Errungenschaften; wieviel sind das visafreie Reisen und „grenzenloser“ Hochschulaustausch in Zeiten von Politikverdrossenheit und Brexit uns eigentlich wert? Die Teilnehmenden des Workshops werden sich mit der Entstehung, der Funktionsweise und den Tätigkeitsfeldern der EU auseinandersetzen. Die Diskussion um die negativen und positiven Aspekte der EU wird durch die unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmenden, die sowohl aus Europa, als auch aus aller Welt kommen, bereichert. Welche Bilder haben die Teilnehmenden von der EU? Ist es uns unsere Reisefreiheit wert, Menschen, die bei uns Schutz und Zuflucht suchen, mithilfe von stark bewachten Außengrenzen auszuschließen? Wie groß ist das gemeinschaftliche Interesse der EU-Staaten an der EU? Ist die EU in diesen Zeiten, in den die nationalen, wirtschaftlichen und politischen Interessen der einzelnen Staaten mehr zählen, als die der Anderen, eigentlich noch bestandsfähig?

 

Teamer: Julia, Clé, Thjorben, Lorenz und Lucile
(JEF Mecklenburg-Vorpommern)

Moral bekommt jeder von uns mit in die Wiege gelegt. Unsere Eltern, unsere Freunde und die Gesellschaft, in der wir aufwachsen, prägen unsere Moral- und Ethikvorstellungen. Jeder Einzelne von uns entwickelt im Laufe seines Lebens eine individuelle Auffassung von Ethik und Moral und den Werten, denen er folgen möchte. Um ein friedliches gemeinsames Leben zu gewährleisten, sollten die Grundprinzipien sich dabei mit denen der Umgebung decken. Doch was genau halten wir eigentlich für richtig oder falsch und warum? Ist die heutige Ethik anders als vor 100 Jahren? Welche Parallelen gibt es über gesellschaftliche und regionale Grenzen hinaus? Und welche Unterschiede? Und wie können wir überhaupt nach moralischen Prinzipien handeln? Mit diesen Fragen wollen wir das Thema in diesem Workshop aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Außerdem soll im Rahmen des Workshops eine Umfrage zu ethischen Grundsätzen erarbeitet werden, die in der Greifswalder Bevölkerung und den Teilnehmern des Festivals durchgeführt werden soll.

 

Teamer: Franziska und Matthias

Durch Sprache überwinden wir die Grenze zu Anderen: wir können ausdrücken, was wir denken und fühlen. Sie ermöglicht es uns uns miteinander auszutauschen. Nicht ohne Grund sind Wissenschaftler auf der Suche nach der perfekten Universalsprache, um der ganzen Welt eine Verständigung zu ermöglichen. Welchen Sinn macht eine Plansprache wie Esperanto? Reicht Englisch als Lingua Franca nicht aus? Der Status des Englischen als Weltsprache in Handel, Politik und Diplomatie ist für uns fast selbstverständlich. Aber auch Sprachen wie Russisch, Chinesisch, Hindu oder Arabisch verbinden schon heute große Teile der Weltbevölkerung. Außen vor darf man nicht lassen, dass Sprache gleichzeitig auch Barrieren aufbaut. Sprichst du meine Sprache nicht, kann ich dich nicht (oder nur sehr schwer) verstehen. Inwieweit können wir uns überhaupt sprachlos verstehen? Wo sind Gestik und Mimik in unseren Kulturen ähnlich? Wo bedeuten sie etwas ganz anderes? Im Workshop werden die Teilnehmenden die Möglichkeit haben sich mit ihrer eigenen Sprache auseinander zu setzen und feststellen ob sie einander verstehen - verbal sowie nonverbal. Sie werden feststellen: auch Körpersprache ist nicht überall gleich und sie werden für den Umgang miteinander in interkulturellen Situationen sensibilisiert. Diese interkulturelle Kommunikationskompetenz ist eine gefragte Zusatzqualifikation in unserer globalen Welt.

 

Teamer: Anja und Dejan (GrIStuF e.V.)

Musik verbindet, belebt und bewegt. In Zeiten globaler Herausforderungen und sozialer Unsicherheiten sind genau diese drei Verben sehr relevant um die Weltgemeinschaft zu stärken und zu unterstützen. Musik bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Hautfarbe und Kultur zusammen und wird täglich weltweit in jeglicher Form praktiziert. Sie trägt maßgeblich zur Integration bei, weil Musik eine Sprache ist, die die ganze Menschheit versteht und die ganz neue Potenziale freisetzen kann. Den Teilnehmenden möchten wir das musikalische Zusammenspiel über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg ermöglichen und hoffen dabei Vorurteile oder persönliche Grenzen abzubauen. Das Ziel des Workshops ist es, den Mitwirkenden die Vielfalt der Melodien und Rhythmen der ganzen Welt näherzubringen, da sie eine zentrale Rolle in unser aller Leben einnimmt. Wir möchten motivieren Musik zu machen, zu neuen Rhytmen und Instrumenten inspirieren und hoffen dabei nachhaltig etwas völlig Neues zu (er)schaffen und leichtfüßig über da geglaubte Grenzen hinweg zu tanzen. Um am Ende des Festivals den Teilnehmenden die Gelegenheit zu bieten gemeinsam vor den Greifswalder BürgerInnen zu musizieren, organisieren wir die “Fête de la Musique” am 21. Juni 2018 parallel zum Festival. Dort wird es ein Konzert der Teilnehmenden geben, die an diesem Workshop teilnehmen.

 

Teamer: Gil
(Producer, theAngelcy, Tel Aviv, Israel)

Je fremder die Umgebung ist, in der man sich befindet, je fremder man sich selbst fühlt oder je fremder man die anderen wahrnimmt, umso schwerer fällt es, auf das jeweilige Gegenüber einzugehen. Im Praxisworkshop Theater möchten wir gemeinsam auf der Bühne Grenzen im Zwischenmenschlichen überwinden. 
„Was willst du mir sagen? Komm, ich zeige es dir!“ Ohne Worte wollen wir die Sprachbarriere überwinden – und austesten, ob wir mit unserer Körpersprache auf ungeahnte Barrieren stoßen. Wie nah wollen wir uns kommen? Wie viel Distanz brauchst du? Im Halbdunkel des Umbaulichts lässt sich kaum etwas erkennen. Vorhang auf! Hinter den Stereotypen entdecken wir Menschen. Das kann aufregend sein, inspierend und manchmal unangenehm – ohne Frage ist es überraschend. Gemeinsam erweitern wir unseren Horizont, ganz ohne Kostüm und Maske spielen wir Theater. Und versuchen unsere alltäglichen Rollen abzulegen und ganz wir selbst zu sein. Nur wenn wir uns trauen, unsere Komfortzone zu verlassen, können wir beginnen, zu lernen. Wir werden uns trauen.

 

Teamer: Rena und Ella

Das Thema Religion ist sensibel und wird heutzutage im Smalltalk weitestgehend gemieden - es ist etwas Privates geworden. Ist es unserer westlichen, jungen Generation egal? Oder peinlich? Religion ist auch Aufreger-Thema geworden: Burkadebatte, Verbote religiöser Symbole im Klassenzimmer, Terroranschläge. Religion kommt nicht mehr gut weg. Wir ziehen hohe Grenzen um uns und unsere Religion. Wir ziehen auch Grenzen zwischen uns und denen, die an etwas anderes glauben. Sind Muslime gefährlich? Und Buddhisten verschrobene Yoga-Ökos? Religion ist für viele nicht mehr aktuell oder wichtig und dieses Nicht-Wissen führt zum Nicht-Verstehen. Im Rahmen des Festivals werden Teilnehmende ganz verschiedener Religionen zusammen kommen und es ist uns ein Anliegen, dass weder Religion noch Geschlecht, Sexualität oder Hautfarbe ein Grund für Ausgrenzung und Diskriminierung werden können. Ein Workshop zum Thema Religion ist deshalb vielleicht ein großes Wagnis. Vielleicht aber auch die perfekte Chance um Vorurteile abzubauen, Diskussionen anzuregen und Verständnis zu schaffen. Um so zu verstehen, dass die selbst geschaffenen und von den Medien oft polarisierten Grenzen vielleicht gar nicht nötig sind: sondern ein friedliches Miteinander aller Religionen möglich ist.

Teamer: Johann und Thomas

Wir alle tragen sie. Kleidung. Menschen auf der ganzen Welt schützen sich mit ihr vor dem Wetter auf ganz unterschiedliche Weise. Doch gibt es noch mehr, und vor allem entscheidendere Gründe sich für dieses oder jenes Kleidungsstück zu entscheiden. Kleidung schmückt uns und was uns gefällt hängt von unserer Persönlichkeit, unseren Traditionen und der Herkunft, unserer Religion oder unserer Gruppenzugehörigkeit ab. Kleidung ist Kommunikation und mit ihr setzen wir ein Statement. Doch was sagen wir eigentlich? Welche Grenzen möchte ich mit meiner Kleidung überschreiten? Welche Grenzen hat meine Kleidung schon überschritten, bevor sie ihren Weg zu mir fand? Und grenzt meine Kleidung aus? 
In dem Praxisworkshop zum Thema Kleidung möchten wir uns kritisch auseinandersetzen mit Mode und Konsum und gleichzeitig Alternativen aufzeigen, indem wir gemeinsam Kleidung tauschen, verändern, nähen, bedrucken und dabei viel voneinander lernen können. Wir hoffen auf traditionelle Diversität vom Kimono bis zum Schottenrock. Und was ist eigentlich ein Krama?

Teamer: Mel und Alicia (Kabutze)

Was sehen wir im Gesicht unseres Gegenübers? Verändert eine Kamera unsere Perspektive? Wo ist die Grenze zwischen mir und dir und wie verändert sie sich durch die Kamera und den Zoom? Wie nah darf ich dir kommen? Welche Fragen darf ich dir stellen? Was sehen Menschen in meinen Bildern? In einem Praxisworkshop zu (analoger) Portraitfotografie sollen die Teilnehmenden sich sowohl mit dem Medium „Fotografie“ vertraut machen, als auch Grenzen zwischen Menschen und ihre eigenen Grenzen erfahren und überwinden. Sie gehen den verschiedenen Fragen nach, fotografieren die Gesichter von Menschen aus aller Welt und stellen ihnen Fragen über sie selbst und ihre Grenzen. In der Theorie soll die Fotografie als Medium an sich und mit ihrer Fähigkeit, Grenzen zu überwinden (sowohl heute als auch geschichtlich) thematisiert werden. Dabei wird auch behandelt warum sich Menschen vor der Linse so verändern oder inszenieren, wenn sie gerade fotografiert werden. Es soll auch darauf eingegangen werden, dass Fotos nicht immer die Realität darstellen, da sie nur ein Ausschnitt der Wirklichkeit sind und man häufig nur die Szenen sieht, die der Fotograf zeigen will. Am Ende der Workshopzeit wird daraus eine interaktive Ausstellung, mit selbst entwickelten Fotografien entstehen, in der Diversität Grenzen überwindet und jeder seine eigenen Grenzen mit denen in den Gesichtern vor uns vergleichen kann.

Teamer: Felix und Markus

In einer Welt voller Grenzen und verschiedener Nationen werden von Zeit zu Zeit Stimmen laut, die fordern, alle Grenzen aufzuheben. Nach diesem politischen Konzept brauchen wir keine Nationen und schon gar keine Grenzen, sondern könnten als „ErdenbürgerInnen“ gemeinsam eine Welt bewohnen, in der alle nach ein und demselben System dort leben, wo sie möchten. Würde eine freie Verteilung der Menschen über die Welt funktionieren?

Während des Festivals beschäftigen sich die Teilnehmenden mit diesem Konzept, tauschen ihre Meinungen und Erfahrungen aus und versuchen herauszufinden, ob eine Welt ohne Grenzen und Nationen eine Utopie ist oder wirklich funktionieren könnte. Hierbei beschäftigen sie sich mit den Vor- und Nachteilen, so wie ihren eigenen Vorstellungen der Idee und versuchen realistische Szenarien und Systeme zu entwickeln, die vielleicht in einer solchen Welt funktionieren könnten.

Außerdem gehen sie der Frage nach, was mit unseren Traditionen, Bräuchen, Sitten, beziehungsweise unserer Nationalität passieren würde und welchen Stellenwert diese für uns haben. Am Ende des Workshops bleibt dann die spannende Frage zu beantworten: no border, no nation - an utopia?

Teamer: Alina und Emanuel

“Governments of the Industrial World, you weary giants of flesh and steel, I come from Cyberspace, the new home of Mind. On behalf of the future, I ask you of the past to leave us alone. You are not welcome among us. You have no sovereignty where we gather.” 
(John Perry Barlow: A Declaration of the Independence of Cyberpsace)

Dieses Zitat steht sinnbildlich für das Verständnis der Rolle des Internets in Zeiten der Globalisierung. Die Unendlichkeit und die Globalität des Netzes bewirken demnach, dass Staaten und deren Grenzen im Internet an Bedeutung verlieren oder schlicht bedeutungslos werden. Es scheint möglich, jegliche Grenzen in den Weiten der virtuellen Welt überwinden zu können.
Bei diesem Workshop soll es ganz speziell um die Funktion der Grenzen im Netz und in der Privatsphäre gehen und den entstehenden Schwierigkeiten bei deren Errichtung. Das Internet ist eine Art Maskenball. Man kann hineintreten, sich umschauen, seinen Spaß haben und ohne viel Aufsehen diese virtuelle Welt wieder verlassen. Wie man jedoch weiß, stimmt das nicht. Jeder Kommentar, jedes Bild und jede Bewegung wird vom Internet registriert und gespeichert. Die Teilnehmenden sollen sich dem Ganzen bewusst werden und eigene Vorstellungen über Grenzen im Internet erarbeiten. Diese Grenzen sind besonders wichtig im Bereich der Privatsphäre. Die unterschiedlichen Ansichten der Nationen wieviel Überwachung von Nöten ist um sich (un)sicher zu fühlen, soll bei den Teilnehmenden eine besondere Rolle einnehmen. Ob die massiven Eingriffe bei der Datenspeicherung uns Vorteile und Sicherheit verschaffen oder eher unnötige Kontrollmechanismen sind, ist für jeden einzelnen Teilnehmenden selbst zu entscheiden. Jedoch sollen sie jegliche Vor- und Nachteile kennenlernen, um erst einmal einen sicheren Stand zu haben in dieser häufig unübersichtlichen und verwirrenden digitalen Welt.
Weitere Themen in diesem Workshop beziehen sich auf die Themen: 
    •    [1] FakeNews, die besonders bei den letzten politischen Wahlen ein besondere Stellung eingenommen haben.
    •    [2] Cyber-mobbing und Hasskommentare, die meist aufgrund einer geringeren emotionalen Hemmschwelle im Internet verfasst werden.
    •    [3] Persönliche Selbstdarstellung in den sozialen Medien wie Facebook, Instagram, etc.
    •    Der Workshop wurde ins Leben gerufen um Debatten zum Thema Netzneutralität anzufachen.

Teamer: Chris and Salome

Zwischen den Geschlechtern gibt es auch heute noch weltweit Unterschiede; in manchen Ländern mehr in anderen weniger. Gleich ist jedoch überall, dass wir zwischen Mann und Frau unterscheiden. Diese Unterscheidung ist das Ergebnis von gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen und unser biologisches Geschlecht ist nur ein Teil davon. Die Grenzen zwischen den Geschlechtern sind abhängig von gesellschaftlichen Vorstellungen und Normen und unser persönliches Genderbild wird geprägt von unserer Erziehung, den Medien und Rollenvorstellungen, die uns vorgelebt werden. Im Workshop berichten die Teilnehmenden aus ihren Herkunftsländern und erzählen von den jeweiligen Geschlechterrollen, dem Geschlechterverhältnis und seiner Entwicklung. Dabei werden Aspekte wie die eigene Geschlechtsidentität, sowie die Frage „Warum bin ich, wie ich bin?“ und Diskriminierung in Bezug auf Geschlechter behandelt. Gemeinsam versuchen die Teilnehmenden herauszufinden, wo sich die Grenze zwischen den Geschlechtern befindet, was sie ausmacht und welche unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten daraus für die Geschlechter entstehen. Wir fragen uns: Zu welchen „Begrenzungen“ führen Geschlechter und Geschlechterunterschiede in den einzelnen Ländern? Können diese Einschränkungen aufgebrochen werden? Können wir die Grenze zwischen den Geschlechtern durchbrechen? Lohnt sich der Versuch? Welchen Wert hat Gleichstellung für uns? Und ist „gendern“ nur ein Trend und in welchen Teilen der Welt spielt er überhaupt eine Rolle?

Teamer: Max and Xhoana

Die technischen Fortschritte, die Liberalisierung des Weltmarktes und das explosive Bevölkerungswachstum beschleunigen die Globalisierung, die erstmals in den 1960er Jahren als jene formuliert wird. Das, was in den letzten 50 Jahren euphorisch von vielen wahrgenommen worden ist wie die extreme Zunahme des Handelsverkehrs, die digitale Vernetzung sowie die internationale Zusammenarbeit, wird heutzutage an vielen Orten der Welt kritisch kommentiert. Eine neue Welle protektionistischer Ansätze versucht viele Errungenschaften der Globalisierung zu verändern oder sogar umzukehren. Die Zweifel sind berechtigt, ob die neuen Entwicklungschancen, die durch die Globalisierung entstehen, die auftretenden Probleme und Herausforderungen rechtfertigen? Protektionismus schafft Grenzen, die sich viele Menschen aber auch wünschen. Globalisierung ist ein offener Prozess, der schwer einschätzbar ist. Deshalb haben die Teilnehmenden so die Möglichkeit dieses sehr relevante Thema zu bearbeiten. Sie sollen sich über die globalen Ungleichheiten des Lebensstandards und der Lebenschancen austauschen. Dies ist sehr gut möglich aufgrund der Vielfalt der Nationalitäten. Darum werden in diesem Workshop einerseits die Vor- und Nachteile der Globalisierung herausgearbeitet, andererseits aber auch die Vor- und Nachteile des Isolationismus/Protektionismus. Durch die Aufteilung des Workshops in zwei Themengebiete sollen sich die Teilnehmer möglichst intensiv mit ihrem Thema auseinander setzen, um dann die Ergebnisse mit der anderen Gruppe zu bearbeiten und zu diskutieren.

Teamer: Idris

Rohstoffabau, Fischerei, Plastikverschmutzung, Stickstoffeintrag, CO2-Versauerung: Wo liegen die Grenzen der Belastbarkeit von Ozeanen und was passiert mit Ökosystemen, wenn diese Grenzen überschritten werden? Was sind tipping und turning points in diesen Systemen? Wie funktioniert Umweltpolitik und Meeresschutz über nationale Grenzen hinweg? Und wie können wir darauf Einfluss nehmen, dass die Tragfähigkeiten nicht weiter überschritten werden? Denn nach dem Konzept der "Planetaren Grenzen" sind bereits vier von sieben ökologischen Dimensionen überschritten: Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Stickstoffkreislauf und Landnutzung. Welche Auswirkungen haben diese Überschreitungen auf uns Menschen?

Teamer: Anja, Lena und Marlene
(NaBu Mecklenburg-Vorpommern)

We are the most liberal generation the world has ever seen. But what does that mean? What is unguilty pleasure or fetish and where may it go too far? Where does the law limit sexuality? What does society frown upon and what does it accept? What is considered normal and what is not? We are going to explore all of this and much more. Be prepared! We can't wait to see you!

Teamer: Judith, Leo, Lukas, Alex, Meike, Nico and Charlie (Mit Sicherheit Verliebt)

Programm

GrIStuF 2018: Du kannst mit dabei sein!

Das GrIStuF ist eine Woche voller thematischer und kultureller Veranstaltung. Wir laden alle GreifswalderInnen ein mit dabei zu sein. Denn während die Workshops zwar nur für angemeldete TeilnehmerInnen sind, gibt es ein buntes Rahmenprogramm, das für alle geöffnet ist. Wir freuen uns auf spannende Input Vorträge jeden morgen von 9-10 Uhr. Gäste aus nah und fern stellen uns ihre Ideen und Projekte vor und eröffnen neue Aspekte des Festivalthemas "Grenzen". Am Nachmittag und Abend geht es dann oft kulturell weiter: Kino auf Segeln, Poetry Slam, Running Dinner und Fête de la Musique. Es ist für jeden was dabei. Kommt vorbei!

Hier gibts das Programmheft als PDF (2MB, englisch).

Doctors Without Borders – Experiences in South Sudan

Stefanie Neuhofs, Fachärztin für Chirurgie an der Universitätsklinik in Greifswald wird von ihren (Grenz-)Erfahrungen und Erlebnissen als "Ärztin ohne Grenzen" im Südsudan berichten.

Ärzte ohne Grenzen

Zeit & Ort: Sonntag, 17.06.2018, 9-10 Uhr s.t., Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Hörsaal 3

Borders Beyond Territoriality: Concepts, Practices, Stories

Dr. Alexander Drost von der Universität Greifswald ist Koordinator des internationalen Graduiertenprogramms "Baltic Borderlands – Shifting Boundaries of Mind and Culture in the Borderlands of the Baltic Sea Region,” einem gemeinsamen Projekt der Universitäten in Lund (Schweden), Tartu (Estland) und Greifswald. Er spricht über die historische Entwicklung von Grenzkonzepten und deren Bedeutung heute.

Zeit & Ort: Montag, 18.06.2018, 9-10 Uhr s.t., Achtung: Hörsaal Wollweberstraße (Alte Frauenklinik)

Beyond Borders: The Art of Aggressive Humanism

Das „Zentrum für Politische Schönheit“ ist bekannt für seine beispiellosen provokativen, humorvollen und politischen (Kunst-)Aktionen. Ohne Rücksicht auf Verluste legen die KünstlerInnen ihre Finger in die Wunden des aktuellen Zeitgeschehens. Wir haben gefragt: Was darf Kunst? Welche Grenzen kann und muss Kunst überschreiten, um gehört und gesehen zu werden? Wir freuen uns sehr darüber, das Zentrum für Politische Schönheit beim GrIStuF begrüßen zu können.

Vortragende in Greifswald ist Cesy Leonard. Die Künstlerin und Filmemacherin leitet gemeinsam mit zwei Mitstreitern das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) in Berlin. Neben der kreativen Konzeption der Aktionen und der Leitung des ZPS Filmdepartment, etablierte sich Cesy Leonard zu einer gefragten Sprecherin und Gastdozentin im In- und Ausland. Ihre künstlerische Laufbahn begann sie 1999 als Graffitiartist in Stuttgarts Straßen und auf S-Bahnen.


Zeit & Ort: Dienstag, 19.06.2018, 9-10 Uhr s.t., Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Hörsaal 3

Beyond Borders: Stepping out of your Comfort Zone

Extremsportler und Weltrekord Highliner Alexander Schulz spricht über seinen Sport und darüber, die eigenen Grenzen zu überwinden.

Atemberaubende Impressionen von Alexander gibt es als Einstimmung auf One Inch Dreams

Zeit & Ort: Mittwoch, 20.06.2018, 12-13 Uhr s.t., Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Hörsaal 3

Maps for the 21st Century: Dissolving Borders?

Längst ist das Katapult Magazin über die Grenzen Greifswalds weit bekannt. Wir blicken mit Datenanalyst Sebastian Haupt hinter die Kulissen.

Katapult Magazin

Zeit & Ort: Donnerstag, 21.06.2018, 9-10 Uhr s.t., Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Hörsaal 3

German Colonialism and the African Continent

Kolonialismus ist kein Thema der Geschichte. Wahlloses Grenzenziehen von Europäern überall auf der Welt, befördert viele der Konflikte von denen wir tagtäglich in den Medien lesen. Welche Rolle spielt Deutschland in dieser Geschichte?

Martin Schulz hat an der Universität Greifswald Geschichte, Kunstgeschichte und Geografie studiert. In seiner Masterarbeit beschäftigte er sich mit dem deutschen Kolonialismus auf Grundlage von ausgewählten Biografien Deutscher Kolonialisten. Seit 2004 reist er nach Afrika um weiter zu recherchieren, und leistet Deutschlandweit Bildungsarbeit. Sein Vortrag ist eine verständliche Einführung in die Entwicklung, Charakteristika und Konsequenzen des historischen Prozess „Kolonialismus“. Er kombiniert (unterhaltsame) historische Fakten mit seinen eignen Erfahrungen.

Eine kritische Diskussion im Anschluss an diesen Vortrag ist gewünscht.

Zeit & Ort: Freitag, 22.06.2018, 9-10 Uhr s.t.,Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Hörsaal 3

Input Vorträge

Alle Vorträge finden im Rahmen des GrIStuF und seiner internationalen Teilnehmenden aus aller Welt auf Englisch statt.

Kulturelle Veranstaltungen

Herzliche Einladung zu allen öffentlichen Veranstaltungen des GrIStuF 2018!

Kino auf Segeln

Kino Auf Segeln zeigt "WEIT" in Kooperation mit dem Greifswald International Students Festival.“ "WEIT" ist ein bunter und besonders authentischer Film über die außergewöhnliche Reise eines jungen Paares, das in den Osten loszog, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkunden sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.

Dokumentarfilm, Deutschland, 2017, FSK 0, 129 Min, Deutsch mit englischen Untertiteln

Zeit & Ort: Open-Air auf dem Gelände der Greifswalder Museumswerft (bei schlechtem Wetter im Heineschuppen), 21:30 Uhr, Eintritt: 5,00€ regulär, 4,00€ ermäßigt

Running Dinner

Am 19.06.2018 findet das nächste Running Dinner & die anschließende Party statt – diesmal im Rahmen des Festivals. Weitere Infos findet ihr hier.

GrIStuF Poetry Slam - Beyond Borders

Im Rahmen des Greifswald International Students Festival veranstaltet der GrIStuF e.V. einen internationalen Poetry Slam zum Thema "Grenzen" - politische, persönliche, kreative... Ein Poetry Slam ist eine literarische Vortragsart bei der selbstgeschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum vorgetragen werden.
Dieser Slam wird ein ganz besonderes Erlebnis, da die Slammer ihre Texte in jeder Sprache vortragen können und die Texte übersetzt werden.
Wer als Slammer teilnehmen möchte, kann sich bis zum 11.Juni 2018 unter booking[@]gristuf.org anmelden.


Zeit & Ort: Mittwoch 20.06.2018, 20 Uhr, Wirtschaftswissenschaften Hörsaal (Löfflerstraße 70)

Fête de la Musique

Auch in diesem Jahr darf die Fête de la Musique in Greifswald natürlich nicht fehlen – am 21. Juni wird wieder umsonst & draußen Musik genossen und getanzt. Das komplette Programm findet ihr hier.

Meeting of the Continents

Zum Greifswald International Stundets Festival kommen Studierende aus aller Welt zusammen und tauschen sich in unterschiedlichsten Workshops zum Thema "Grenzen" aus. Beim "Meeting of the Continents" stellen sie sich der Stadt vor. Musik, Tanz, Kulinarisches. Es wird bunt, fröhlich, duftend - international. An unterschiedlichen Ständen werden mehr als 60 Nationen vertreten sein. Dazu gibt es eine Bühne auf der ein abwechslungsreiches Programm geboten wird.

Zeit & Ort: Donnerstag, 21.06.2018, 14.30 Uhr, Wiese vor der Mensa am Schießwall

Farewell-Party: Outer Space

Den Abschluss einer ereignisreichen Festival-Woche bildet die Farewell-Party des GrStuF e.V. Auf dem Floor im Foyer der Mensa bringen euch Studierende aus aller Welt ihre Musik näher. Zudem wird euch im Speisesaal von unglaublich coolen DJs ordentlich eingeheizt. Nach 7 Tagen voller Veranstaltungen und neuen Eindrücken bildet die Farewell-Party den krönenden Abschluss des Greifswald International Students Festival. Die 150 teilnehmenden Studierenden sind in der passenden Laune mit euch zu feiern und werden euch mit ihrer eigenen Lieblingsmusik in Partylaune versetzen. Außerdem könnt ihr euch auf einen zweiten Floor mit heißen Beats und Deko ganz nach dem Motto „Outer Space“ freuen.

Line-Up:

  • Timboletti (3000 Grad)
  • Hamann & Flägel b2b Moon in My Pocket
  • Skully & Dully

Zeit & Ort: 22.06.2018, 22 Uhr, GrIStuF Cantina (Keiner Speisesaal der Mensa am Schießwall, Eintritt 3-5€ 

Weitere thematische Veranstaltungen

Abschlusspräsentationen des Greifswald International Students Festival
In 14 verschiedenen Workshops haben sich die internationalen Teilnehmenden aus aller Welt mit dem Thema Grenzen beschäftigt: mit nationalen, persönlichen, politischen – kritisch, kreativ, provokativ. Als Abschluss der Festivalwoche präsentieren sie nun der Öffentlichkeit ihre Ergebnisse. Die unterschiedlichen Blickwinkel der Workshop umfassen u.A. die politischen Dimensionen des Themas, wie beispielsweise Globalisierung oder der aktuellen Lage der Europäischen Union. Weitere Workshopthemen sind Moral & Ethik, Sprache, Kleidung und das Internet. Kreative Workshops zu Theater, Musik und Fotografie runden die Auswahl ab.

Zeit & Ort: Freitag, 22.06.2018, 14.30 Uhr, Mensa am Schießwall

Vorträge Beyond Borders (Participants Lectures)
Im Rahmen des 9. Greifswald International Students Festival findet eine thematische Vortragsreihe im Stile eines TedTalks zum Festivalthema "Beyond Borders" statt. Aus verschiedenen Blickwinkeln berichten einige ausgewählte Teilnehmende des Festivals von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Grenzen: politisch, gesellschaftlich, ökologisch... Im Anschluss wird es Zeit für Diskussionen geben. Die Vorträge finden im Rahmen des GrIStuF und seiner internationalen Teilnehmenden aus aller Welt auf Englisch statt.

Zeit & Ort: Dienstag, 19.06.2018, 14-16 Uhr, Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Hörsaal 3

Open Space

Because we all need a change of scenery from time to time

Wednesday will take you out of your workshop rooms and mix up your schedule. From 9-5pm you’ll be able to choose from a whole range of activities and talks, each shining a light on a different facet of our main topic.  If you want to offer something yourself, don’t hesitate, speak to the people at the InfoPoint, they will be more than happy to add your Idea to the program.

Program (you can find the whole program at the day itself at the Info Point and the GrIStuF Campus - everything will be signposted there):

Find Your Inner Superhero*ine!

by Luisa
Time frame: 10-17
Participants: max. 15 people

Knowing your limits goes along with knowing your potential. In this practical workshop, we will use mindfullness excercises and games to explore the personal potential of the participants. The aim is to extract and define each individuals' superhero*ine qualities and express them in a playful, artistic way. Knowing your inner superhero*ine helps to achieve your political, social, personal and other goals in life.

Slackline Workshop - "One Inch Dreams"

After an inspiring Input Lecture, world record slackliner Alexander Schulz invites you to stand on a slackline yourselves. This workshop will be for beginners and more advanced sport enthusiast. The venue is close to "Tierpark" at "Credner Anlagen". Follow us there after the lecture.

Breaking the Borders!

by Mohamed
Time Frame : 10-16h
Participants : max. 20 People

Every one of us was born into his/her culture (Habits - Religion - Names and Morals)! Then you had to fight to prove who you are. Do we have to follow our cultural habits? Do we have to explore other people’s cultures?

Our Workshop will take place on Beach! Yes, We will have to meet up first at meeting room to discuss our topics and then move to debate on it.

We will discuss the following topics:

  1. Culture & Borders
  2. How you can get  involved with new cultures.
  3. Do LGBT Rights & Religious conflicts a part of any region culture?
  4. Interviews with locals of Greifswald to discuss the same topics and more 

What you have to do to attend:

  1. Decide you want to join this workshop
  2. Get ready for the beach and get your drink
  3. Be ready for some games and photos around the beach in breaks
SOrCE - Students Organising Conventions Everywhere

by SOrCE members

SOrCE is an umbrella network of educational student festivals throughout Europe. It is aimed towards empowering and supporting youth activism, tolerance, intercultural exchange and making connections and friendships all over the world. If you are interested in starting a festival in your hometown as well or simply want to get informed about all the festivals around Europe and take a peak behind the curtain join the SOrCe members and discuss ideas. https://sorce.info

The limiting mind - exceed your borders

by Chris

How is your mind limiting your capabilities, physically and mentally?
How can you influence it?
Share your experiences, listen to interesting stories and shift your own borders within short experiments.

Teambuilding in great Heights!

Who: Seilgarten Greifswald (Micha)
Time & Place: 1-5pm, Wolgaster Straße 62
Max. 30 people

Climbing between the trees, zip lines included. All activities are led by a skilled coach. Find your limits in great heights and grow as a team!

Greifsbloc: Boulder Workshop

Time & Place: 2-5pm, Grimmerstraße 11-14

Bouldern is related to rock climbing. This workshop will make you reach your physical limits which you need to overcome to get to the top. Join the "Greifsbloc" team in their indoor climbing gym and learn the skills from them. All required gear is provided, please dress for sporty activities.

Upcycling without borders

Who: Kabutze Team
Place & Time: 10am to 4pm @Kabutze (Friedrich-Löffler-Straße 44a)

Which borders and boundaries limit ourselves when we think about what clothes we wear? Which borders do you want to cross expression yourself through fashion? This practical workshop will give you a SEWING CRASH COURSE and hand on experience in the art of UPCYCLING.  Come & get creative!

In addition, you have the chance to SCREENPRINT your own GrIStuF Shirt! (only until 12).

Safer Internet

Who: Salome
Place & Time: 2-5pm, GrIStuF Campus (Lutherstraße 6)
Max. 10 people

To the most of us life without the internet does not seem to be possible anymore. It can help you arrange your life and makes social exchange so much easier! But still there are many risks when sharing information online - it won't be seen just by your friends, but by companies and public authorities.

This workshop will give you practical tools and tweaks all around your "surfing behaviour". Learn how to encrypt your data and be safe on the internet.

if you have, please bring a laptop.

Barriere:Zonen

Fotoausstellung im Heineschuppen

Wie gehen Menschen in allen Teilen der Welt mit Behinderungen um? Dies porträtiert Till Mayer authentisch in seinen Bildern. Die Fotografien werden zusammen mit einer Beschreibung in englischer Sprache gezeigt. Für den letzten Abend der Ausstellung (27.04 um 19 Uhr) freuen wir uns auf den Fotografen selbst. Er wird einen Überblick über seine Arbeit und die Bilder im Rahmen eines Vortrags mit Finissage geben.

Ausstellungszeiten:

Vom 21. - 27. April

  • Montag, Dienstag, Donnerstag 16-20 Uhr
  • Mittwoch 15-17 Uhr, anschließend (20 Uhr) Poetryslam
  • Freitag 16-22 Uhr (19 Uhr: Vortrag & Finissage)
  • Samstag & Sonntag 12-18 Uhr


Die Ausstellung zielt bereits thematisch auf das vom 16. bis 23. Juni stattfindende Greifswald International Students Festival ab. In diesem Jahr wird im Zuge dessen das Thema "Beyond Borders - Where are Your Limits" mit 150 Studierenden aus aller Welt von unterschiedlichsten Seiten beleuchtet.


Konflikte und Kriege werfen einen langen Schatten. Sie hinterlassen körperlich und seelisch Versehrte. Sie rauben Leben, Zukunft und Hoffnung. Die Ausstellung „Barriere:Zonen“ porträtiert Menschen, deren Schicksal ein Konflikt prägt oder bestimmt hat. Manche der Kriege sind seit Jahrzehnten vorbei, andere fordern noch immer neue Opfer. Die Portraitierten kämpfen als Menschen mit Behinderung um ein würdiges Leben. Jeden Tag aufs Neue. Im Gaza-Streifen, im Flüchtlingslager im Kongo, in der Ukraine, in den Dörfern von Uganda, Vietnam und Laos. Aber auch als Flüchtling in Deutschland und als Kriegstraumatisierter in den USA. Ihre Lebensbereiche sind Zonen voller Barrieren. So manche konnten sie schon überwinden. Andere werden noch viel Kraft fordern. Die Portraits geben Mut, andere stimmen traurig. Eines haben sie gemeinsam. „Sie alle fordern Respekt ein“, sagt Journalist und Fotograf Till Mayer. Der Autor der Ausstellung berichtet seit vielen Jahren über Menschen mit Behinderung in Konflikten und Kriegen. Viele der in der Ausstellung Portraitierten wurden von Handicap International unterstützt – in ihrem alltäglichen Kampf für ein aufrechtes Leben. Handicap International und Autor Till Mayer bedanken sich für die Bereitschaft der Portraitierten, von ihrem Schicksal zu berichten.


Quelle: http://www.barriere-zonen.org/de.html

Informationen zum Fotografen unter: http://www.tillmayer.de/

True Cost of Coal

Am Wochenende des 12. und 13. Mai findet ein Workshop zu kunstbasierter Bildungsarbeit am Beispiel des 5x2,5 Meter großen True Cost of Coal-Mosaikposters vom Beehive-Künstler*innenkollektiv statt. 

Wir laden euch ein, gemeinsam mit Alex und Wiebke vom Verein klima*kollektiv (http://klimakollekiv.org/) das Kunstwerk und die darin eingebetteten Geschichten unterschiedlicher und oft ungehörter Stimmen kennenzulernen. Zudem möchten wir mit euch lernen, das True Cost of Coal-Banner mit geeigneten Methoden und Materialien für Bildungsarbeit zu verwenden. 

Die Teilnahme ist kostenlos und für Verpflegung ist gesorgt. 

Wann?
12. Mai (Samstag), 10-18 Uhr
und 13. Mai (Sonntag), 10-16 Uhr

Wo?
Franz-Mehring-Straße 47/48, Hörsaal 1 bzw. je nach Wetter evtl. auch draußen

Diese Veranstaltung wird von der AG Umweltpsychologie in Kooperation mit dem GrIStuF e.V. durchgeführt.

Hier findet ihr den Flyer zur Veranstaltung.

Werde Host

und hole dir die Welt auf deine Couch

Du möchtest gern eine*n Teilnehmer*in des GrIStuF 2018 in der Zeit vom 15./16.-23. Juni bei dir aufnehmen und eine interessante und spaßige Zeit mit ihm/ihr verbringen? Dann registriere dich bitte mit Hilfe unseres Host-Anmeldeformulars bei uns als Host (engl.=Gastgeber*in). Wenn du bei der Anmeldung irgendwelche Probleme oder Fragen hast, kannst du dich gern per E-Mail an uns wenden: help[@]gristuf.org. Wir sind dir gern behilflich.

Was bedeutet es Host zu sein?!

Deine Aufgaben

  • Sobald wir dich anrufen, holst du deinen GrIStuF-Gast in der Mensa am Infopoint ab.
  • Du stellst ihm/ihr einen Schlafplatz zur Verfügung (z.B. ein Gästebett, eine Couch oder eine Luftmatratze/Isomatte).
  • Du stellst ihm/ihr täglich ein kleines Frühstück bereit.

Was du dafür bekommst

  • Du wirst Teil einer einzigartigen, internationalen Veranstaltung
  • Du lernst Studierende aus der ganzen Welt kennen und findest dabei vielleicht sogar neue Freund*innen fürs Leben :)
  • Du kannst deine Englisch- oder auch andere Fremdsprachenkenntnisse auffrischen und verbessern.
  • Der GrIStuF e.V. übernimmt anfallende Unkosten mit einer Frühstückspauschale von 25€.

Die meisten Teilnehmenden des GrIStuF 2018 kommen am Freitag, dem 15. Juni in Greifswald an und reisen eine Woche später am Samstag oder Sonntag wieder ab. Einige kommen aber auch, bedingt durch ihre Reisemöglichkeiten, ein paar Tage eher an oder können erst einige Tage später wieder abreisen. Es wäre schön, wenn du den Schlafplatz über die gesamte Zeit des Festivals zur Verfügung stellen könntest. Wenn du ihn länger oder nur kürzer anbieten kannst, gib diese Info einfach im Anmeldeformular mit an.

Es kann passieren, dass Participants spät in der Nacht ankommen. Im Anmeldeformular kannst du uns auch mitteilen, falls es Zeiten gibt, zu denen wir dich besser nicht anrufen (z.B. wenn du in der Uni oder bei der Arbeit bist).

Wir freuen uns auf ein großartiges Festival und DEINE Unterstützung!
Deine goodlooking GrIStuF Crew :-)

GrIStuF Festival Radio

Während der Festival Woche gab es bei lokalen Studierendenradio 98.eins eine spezielle Festival Sendung -  runf um die Uhr. Neben vielen alten Beiträgen aus früheren Festivals gab es jeden Tag zum Mittag eine Sendung zu den tagesaktuellen Veranstaltungen - der Fahrplan.

  • Fahrplan vom 15. Juni 2018

    Einführung in das Thema und die Struktur des Festivals

  • Fahrplan vom 16. Juni 2018

    Welcome to the participants (englisch)

  • Fahrplan vom 17. Juni 2018

    Kino auf Segeln und Input Lecture zu Beyond Borders Territoriality (englisch)

  • Fahrplan vom 18. Juni 2018

    Simulation Game und Input Lecture vom Zentrum für poilitsche Schönheit

  • Fahrplan vom 19. Juni 2018

    Running Dinner und Party

  • Fahrplan vom 20. Juni 2018

    Poetry Slam (teilweise englisch)

  • Fahrplan vom 21. Juni 2018

    Fête de la Musique (englisch)

  • Fahrplan vom 22. Juni 2018

    Farewell und Exkursionen (teilweise englisch)

  • Fahrplan vom 23. Juni 2018

    Abschluss

Vielen Dank!

An dieser Stelle möchte sich der GrIStuF e.V. herzlich bei den Förderern des internationalen Studierendenfestivals 2018 bedanken:

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Sparkasse Vorpommern und Universität Greifswald
Studierendenschaft der Universität Greifswald
Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung
Stiftung Nord-Süd-Brücken
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Stiftung Nord-Süd-Brücken)
Stiftung der Sparkasse Vorpommern für Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft
International Office der Universität Greifswald
Amt für Bildung, Kultur und Sport der Universitäts- und Hansestadt Greifswald
Studierendenwerk Greifswald - Kulturausschuss
dieUmweltDruckerei